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Staatliche Vergütung (EEG)

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine zentrale Säule der Energiewende. In diesem Zusammenhang wurde ein erfolgreiches Instrument zur Förderung des Stroms aus erneuerbaren Energien konzipiert: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches erstmals im Jahr 2000 in Kraft getreten ist und seither stetig weiterentwickelt wurde (EEG 2004, EEG 2009, EEG 2012, PV-Novelle, EEG 2014, EEG 2017).

9 EEG legt die Zahlungen der Mindestvergütungen für Photovoltaikanlagen für die Dauer von 20 Jahren fest + das Jahr der Inbetriebnahme. Maximal ist also eine Vergütungsdauer von 21 Jahren möglich.

Garantiert die Abnahme und Vergütung des Stromes. Die Vergütung wird zum Zeitpunkt der technischen Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage festgelegt und bleibt gleich, für die gesamte Laufzeit von 20 bis 21 Jahre.

Sinkt die Einspeisevergütung mit der Zeit ab?

Die Einspeisevergütung wird für 20 Jahre plus dem Jahr der Inbetriebnahme festgelegt zum Zeitpunkt der technischen Inbetriebnahme und bleibt für die gesamte Laufzeit gleich.

Woher kommt das Geld der Einspeisevergütung?

Das EEG ist kein Subventionsgesetz, wie es oft falsch dargestellt wird. Solarstrom bekommt keine staatliche Förderung. Er bekommt durch das EEG lediglich einen staatlichen Rahmen. Das heißt, nicht der Staat und die Steuerzahler kommen für die Rechnung an die Betreiber regenerativer Energieerzeuger-Anlagen auf. Die Vergütung erfolgt nicht aus Steuergeldern. EEG-Ausgaben sind kein Posten im Bundeshaushalt. Dies regeln laut Gesetz die regionalen EVU und in deren Schlepptau ihre Stromkunden. Grüner Strom wird mit der Stromrechnung bezahlt, so wie Atomstrom auch über den Energieversorger an alle Endkunden abgerechnet wird.

Eingezahlt wird von den Energieverbrauchern eine sogenannte „EEG-Umlage“. Dieses Geld wird gesammelt auf einem Konto, dieses EEG Konto wird geführt von dem vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber.

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 27,36 Milliarden Euro auf das EEG Konto eingezahlt. Davon wurden 26,33 Milliarden ausgezahlt. Insgesamt liegt das Umlagen Konto aktuell mit mehr als 3,92 Milliarden Euro im Plus.

Die Meldung an die Bundesnetzagentur


Vor Inbetriebnahme müssen wir seit 2009 jede Anlage mittels eines Meldebogens bei der Bundesnetzagentur anmelden. Diese Meldung bei der Bundesnetzagentur ist Grundlage für die EEG-Vergütung. Die EVU verlangen den Nachweis dieser Anmeldung.
 Nach der erfolgreichen Registrierung kommt die Bestätigung von der Agentur per Post. Zwischenzeitlich kann man den Stand der Eintragungen auch im Internet einsehen. 

Über diese Regelung wird monatlich genau der PV-Zubau in Deutschland ermittelt, was seit 2009 über die Vergütung im Folgejahr entscheidet: Bleibt der Zubau unter einer gewissen Grenze (die bisher jedes Jahr neu festgelegt wurde), fällt die folgende Absenkung (Degression) der Einspeisevergütung geringer aus. Liegt er darüber, wird sie einschneidender oder auch außertourlich angepasst.

PV Förderung – PFLICHTEN DES ENERGIEVERSORGERS

Es sind gemäß EEG die Energieversorgungsunternehmen (EVU) aufgefordert, regenerativen Strom vorrangig ans öffentliche Netz anzuschließen und dabei nicht lange aus Verzögerungstaktik mit Einspeiseterminen oder Netzausbauten zu warten. Es muss außerdem diesen eingespeisten Strom nach gesetzlichen Vorgaben vergüten, die sich nur für Neuanlagen ändern. Bereits am Netz liegende Anlagen bekommen die Vergütung zum entsprechenden Satz zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Dieser ändert sich rückwirkend nicht mehr.

NETZAGENTUR

Den ca. 850 deutschen EVU ist die Bundesnetzagentur übergeordnet. Sie bestimmt unter anderem den Strompreis und die Zählergebühren, und das ist seit 2009 neu: Jede Anlage muss vor Inbetriebnahme bei dieser Agentur gemeldet werden. Der Bescheid ist Grundlage für das Inbetriebnahme Datum (und dementsprechend für die Vergütungshöhe), auf den sich der Energieversorger berufen wird.

Wird eine Baugenehmigung benötigt?


Wird die Solaranlage als Dachanlage gebaut, wird in aller Regel keine Baugenehmigung benötigt. Die Photovoltaikanlage, ob parallel aufdach oder indach gebaut, wird wie ein Dachfenster behandelt. Wir brauchen keine Genehmigung, wenn wir nicht weiter als ca. einen Meter über das Dach hinaus bauen.

Bei einer Solaranlage auf einer Freilandfläche wird eine Genehmigung benötigt. Dort geht es ausschließlich über ein bei der zuständigen Gemeinde zu beantragendes Genehmigungsverfahren (F- und B- Plan-Änderung). Auch bei denkmalgeschützten Gebäuden und in deren Nähe dürfen wir nicht ohne Genehmigung bauen. Ohne die Genehmigung kann es nachher Probleme mit der Vergütung geben.

Nicht zu vergessen ist das Thema asbesthaltiges Dach. Hier gilt ein Überbauungs- und Bearbeitungsverbot für diese Art der Bedachung.

Videos zur Förderung von Photovoltaikanlagen

Bestimmung der anzulegenden Werte für Solaranlagen § 49 EEG 2017 für die Kalendermonate Mai 2018, Juni 2018 und Juli 2018

1. Neu installierte Leistung geförderter PV-Anlagen:

Monat Leistung (kWp)
Oktober 2017*              146.946
November 2017*              116.088
Dezember 2017*              175.172
Januar 2018*              221.697
Februar 2018*              202.294
März 2018*              156.455
Summe           1.018.653

(Stand der Datenbasis 15.04.2018)

* angepasster Wert aufgrund später Korrekturmeldungen (durchschnittliche Veränderung = 1,6 Prozent)

 

2. Zubau im Bezugszeitraum laut § 49 Absatz 1 EEG 2017 auf ein Jahr hochgerechnet

Zubau Bezugszeitraum * 2 = 2.037.306 kWp

Der Zubau im Bemessungszeitraum der Degressionsberechnung liegt unter dem Zubaukorridor. Die monatliche Absenkung nach § 49 Abs. 3 Nr. 2 EEG beträgt daher 0 Prozent jeweils zum 1. Mai 2018, 1. Juni 2018 und 1. Juli 2018.

DEGRESSION DER VERGÜTUNGSSÄTZE

In den Jahren 2000 bis 2012 änderte sich das angewandte Degressionsmodell von jährlich zu quartalsbezogen, zurück zu jährlich und anschließend – ab 2012 – monatlich. Dazu veröffentlicht die Bundesnetzagentur jeweils zum Monatsende die Summe der installierten Leistung aller geförderten Photovoltaikanlagen im EEG-Geltungsbereich. Neue Vergütungssätze werden von der Bundesnetzagentur jeweils zum Quartalsende veröffentlicht und gelten für drei Monate.

Die Degression der Vergütungssätze ist für jede Technologie einzeln festgelegt. Im Falle der Photovoltaik sinkt der Satz monatlich, bei der Windenergie an Land vierteljährlich, im Falle der der Windenergie auf See beginnt die Degression erst im Jahr 2018. Ziel der Degression ist es, die zu erwartende Kostensenkung bereits zu berücksichtigen. Zudem soll der entstehende Kostendruck einen Anreiz zur Verbesserung darstellen – Anlagen sollen für langfristigen Erfolg am Markt effizienter und kostengünstiger hergestellt werden.

Aktuellen Vergütungssätze: (01.07.2018)

 

Anzulegende Werte für Solaranlagen in Cent/kWh bei Inbetriebnahme nach dem 31.12.2016:

Anzulegende Werte für Solaranlagen in Cent/kWh bei Inbetriebnahme nach dem 31.12.2016:
Anzulegende Werte in Cent/kWh – Marktprämienmodell (seit 01.01.2016 ab 100 kWp verpflichtend):J4:N90
Inbetriebnahme Wohngebäude, Lärmschutzwände und Gebäude nach § 48 Absatz 3 EEG Sonstige Anlagen bis 750 kWp
bis 10 kWp bis 40 kWp bis 750 kWp
ab 01.01.2017 * 12,70 12,36 11,09 8,91
Degression ** 0,00%
ab 01.02.2017 12,700000 12,360000 11,090000 8,910000
Rundung 12,70 12,36 11,09 8,91
Degression ** 0,00%
ab 01.03.2017 12,700000 12,360000 11,090000 8,910000
Rundung 12,70 12,36 11,09 8,91
Degression ** 0,00%
ab 01.04.2017 12,700000 12,360000 11,090000 8,910000
Rundung 12,70 12,36 11,09 8,91
Degression ** 0,25%
ab 01.05.2017 ** 12,668250 12,329100 11,062275 8,887725
Rundung 12,67 12,33 11,06 8,89
Degression ** 0,25%
ab 01.06.2017 ** 12,636579 12,298277 11,034619 8,865506
Rundung 12,64 12,30 11,03 8,87
Degression ** 0,25%
ab 01.07.2017 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.08.2017 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.09.2017 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.10.2017 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.11.2017 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.12.2017 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.01.2018 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.02.2018 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.03.2018 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.04.2018 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.05.2018 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.06.2018 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
Degression ** 0,00%
ab 01.07.2018 ** 12,604988 12,267532 11,007033 8,843342
Rundung 12,60 12,27 11,01 8,84
*)  Anzulegende Werte nach § 48 EEG 2017
**) Degressionsberechnung nach § 49 EEG 2017
Vergütungssätze in Cent/kWh – Feste Einspeisevergütung:
Inbetriebnahme Wohngebäude, Lärmschutzwände und Gebäude nach § 48 Absatz 3 EEG Sonstige Anlagen bis 100 kWp
bis 10 kWp bis 40 kWp bis 100 kWp
ab 01.01.2017 * 12,30 11,96 10,69 8,51
ab 01.02.2017 ** 12,30 11,96 10,69 8,51
ab 01.03.2017 ** 12,30 11,96 10,69 8,51
ab 01.04.2017 ** 12,30 11,96 10,69 8,51
ab 01.05.2017 ** 12,27 11,93 10,66 8,49
ab 01.06.2017 ** 12,24 11,90 10,63 8,47
ab 01.07.2017 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.08.2017 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.09.2017 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.10.2017 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.11.2017 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.12.2017 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.01.2018 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.02.2018 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.03.2018 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.04.2018 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.05.2018 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.06.2018 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
ab 01.07.2018 ** 12,20 11,87 10,61 8,44
*)  Anzulegende Werte nach § 48 EEG 2017 abzüglich 0,4 Cent/kWh nach § 53 Abs. 2 EEG 2017
**) Degressionsberechnung nach § 49 EEG 2017 (anzulegender Wert abzüglich 0,4 Cent/kWh nach  § 53 EEG 2017)
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